FIFTY FIFTY

Der Schüler-Lehrer-Blog der Selma-Lagerlöf-Schule.

"Werden Ihre Lehrer gut bezahlt?" Ein Interview mit der Schulleiterin

Aktualisiert: 3. März

Fragen von Giuliana C. und Peer J. Das Interview führte Giuliana, die technische Betreuung übernahm Peer.



(Giuliana):

Frau Kunert, was halten sie von dieser Schule ?


(Gisela Kunert):

Diese Schule ist eine spannende Schule, mit verschiedensten Kindern und Lehrern; die raufen sich im wahrsten Sinne des Wortes zusammen und lernen zusammen.


(Giuliana):

Würden Sie sich noch mehr Schüler von außerhalb wünschen?


(Gisela Kunert):

Sehr gerne. Wir haben erst einen, wir haben aber drei Bewerbungen. Ich hoffe sehr, dass da was klappt.


(Giuliana):

Sie sind ja nicht mehr die jüngste, warum wollten Sie in ihrem hohen Alter eine Schule gründen?


(Gisela Kunert):

(lacht) Das ist einfach gekommen, weil wir für die Kinder, die in den anderen Schulen zu oft rausgeflogen sind, eine neue Schule machen wollten. Und dann haben wir gesucht, wer denn eigentlich Sonderschullehrerin ist, und dann hat man nur eine gefunden, und das war ich.


(Giuliana):

Werden Ihre Lehrer gut bezahlt?


(Gisela Kunert):

Da gibt es eine feste Regel. Sie werden nach einer Tariftabelle bezahlt.


(Giuliana):

Sind Sie so gerne in die Schule gegangen, dass Sie Lehrerin werden wollten?


(Gisela Kunert):

(lacht) Ich bin gerne in die Schule gegangen, vor allem, um mit meinen Klassenkameradinnen zu quatschen und sie zu treffen. Das Lernen, das war so zweitrangig.


(Giuliana):

Wann haben Sie vor in Rente zu gehen?


(Gisela Kunert):

Oh, das weiß ich noch nicht. Theoretisch kann ich ab 65 in Rente gehen, dieses Jahr in diesem Sommer.


(Giuliana):

Was geben Sie den Kindern, dass sie in die Schule kommen?


(Gisela Kunert):

5 Euro pro Schulbesuch! (lacht)


(Giuliana):

Was hatten Sie im Leben noch für Berufe?


(Gisela Kunert):

Also richtig als Ausbildung war ich nur Sonderschullehrerin. Das ist mein Beruf. Aber ich habe auch mal in der Eisdiele gearbeitet und im Schwimmbad-Kiosk. Ach, und in einem Kinderheim in Mexiko habe ich noch gearbeitet. Aber als Ausbildung war ich nur Lehrerin.


(Giuliana):

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?


(Gisela Kunert):

In der Freizeite lese ich und treffe mich gerne mit Leuten.


(Giuliana):

Wie verhalten sich die Schüler Ihnen gegenüber?


(Gisela Kunert):

Ich würde mal sagen, ganz verschieden. Es gibt freundliche Schüler, anhängliche Schüler, es gibt sehr Schüler, es gibt Schüler, die auch beleidigen, wenn sie in Stress kommen. Alles, die ganze Bandbreite.


(Giuliana):

Wie stellen Sie sich den perfekten Schüler vor?


(Gisela Kunert):

Oh. Das ist ja eine schwierige Frage. Also, neugierig, ein bisschen frech, interessiert und meistens fröhlich.


(Giuliana):

Wieso unterrichten Sie diese Schüler?


(Gisela Kunert):

Ich habe ja schon die Ausbildung zur Sonderschullehrerin gemacht, weil ich gerne mit besonderen Kindern arbeiten wollte, die nicht so normal den Lehrplan absolvieren wie an einer normalen Schule. Weil mir das mehr Spaß macht, wenn man auf die Schüler mehr eingehen kann.


(Giuliana):

Was wünschen Sie den Kindern?


(Gisela Kunert):

Dass sie später im Leben glücklich sind.


(Giuliana):

Wie stellen Sie sich die Schule in 10 Jahren vor?


(Gisela Kunert):

Da sollen hier richtig viele Schüler rumspringen. Wir haben dann eine schöne große Aula, einen richtig tollen Schulhof. Und ich guck ab und zu vorbei und besuche die Schüler.


(Giuliana):

Was würden Sie an der Schule verbessern wollen?


(Gisela Kunert):

Dass es den Kindern noch mehr Spaß macht.


(Giuliana):

Was ist Ihr Traumberuf?


(Gisela Kunert):

Oh - wenn ich aus allen Berufen der Welt wählen dürfte? Ich wüsste nur, dass ich auf jeden Fall etwas mit Menschen machen würde.


Ein Blogbeitrag von Giuliana und Peer




54 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen